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Schulbildung

Okanguati verfügt über eine 10klassige, allgemeinbildende Schule, für deren Besuch Schulgeld entrichtet werden muß. Die Schulkinder, sofern die Familie oder Angehörige das Schulgeld aufbringen können/wollen, müssen in der Schulzeit vorgeschriebene Schulkleidung bzw. normale Kleidung tragen. Traditionelle Kleidung und Haartracht sind zwar erlaubt erlaubt, aber de facto werden diese Kinder von anderen gemieden.
Per Trimester müssen 110 N$ Schulgeld und die Schulkleidung bezahlt werden. Die im Hostel untergebrachten Kinder aus weit entlegenen Wohnquartieren (es gibt hier nur eine gut befahrbare Straße und keinen Transpost für eine tägliche Anfahrt) haben ebenfalls 128 N$ pro Trimester, also 384 N$ pro Jahr, zu entrichten. Dazu kommen dann noch die Kosten für die Schuluniform, vorgeschriebenes Schuhwerk, private Kleidung, Schulbedarf, Hygieneartikel und ein gewisses Taschengeld. Die Kosten belaufen sich somit pro Jahr pro Kind auf ca. 2500 - 3000 N$ Bei 5 oder 10 Kindern in der Großfamilie kommt somit eine sehr hohe Summe zusammen, die zwar durch Viehverkauf erbracht werden könnte, aber den Bestand dezimieren und dem Ansehen des Oberhauptes schaden würde.
Der Wert von Bildung im Vergleich zum c a p i t a l wird noch nicht entsprechend geschätzt, denn aus traditioneller Sicht haben die Jungen das Vieh in die Weidegründe zu führen und die Mädchen für die Familie und den Nachwuchs zu sorgen. Dennoch erscheint es nicht nur aus unserer Sicht von Vorteil, das sich im Wandel befindliche Leben besser verstehen zu lernen.
Der Umbruch hat längst begonnen und die Regierung von Namibia versucht, die traditionell halbnomadisch lebenden Ovahimba in Dörfern anzusiedeln, was bei der Unmenge Vieh unwägbare Konsequenzen nach sich zieht. Wir würden gern mehr Kindern einen Schulbesuch ermöglichen, um sie auf diesen Wandel vorzubereiten.

Zusätzliche Allgemeinbildung(smaßnahmen)
Bei der Erziehung der Kinder sollen die allgemeinbildenden Maßnahmen absolute Priorität haben. Es genügt nicht, rechnen, schreiben und lesen zu können und keinerlei Weltbild zu haben. Bei Testfragen an Kinder und Jugendliche wird dies erschreckend deutlich, wie wenig oder gar nichts sie im Grunde wissen. Auch die hiesigen Erzieher und Betreuer können diese klaffende Lücke nicht schließen, da alles unvollkommen und sehr kleinkariert ist. Zunächst gilt es, das kleine „Netzwerk“ und die kleinen „Schubkästen“ einzurichten, d.h. alle spielerischen Mittel einzusetzen, um dies zu entwickeln, damit das später erworbene Wissen zugeordnet und gewertet werden kann. Dazu hätten wir gern ausgebildete Pädagogen u. Erzieher für Vorschulkinder aus Europa mit einer guten Eignung, Kinder zu begeistern, und der Fähigkeit, mit Liebe, Toleranz und vor allem Konsequenz und Autorität auf sie einzuwirken. Unsere Kinder sind sehr begeisterungsfähig und lernwillig.

All diese Aktivitäten / Vorhaben benötigen Ihre aktive, großzügige Mithilfe, seien es Volontäre die sich 1-12 Monate zur Verfügung stellen, sei es mit materieller Unterstützung in Form von Sachspenden oder mit einer monatlichen Spende.