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Verein "Projekt Kaokoland e.V.", Berlin

1. Der Verein


Der Verein "Projekt Kaokoland e.V." wurde 1996 gegründet. In den Jahren von 1996-2000 wurden alle relevanten Arbeiten für den Projektstart in Namibia erledigt (Verhandlungen mit den Ministerien in Namibia; Absprachen mit der einheimischen Bevölkerung des Kaokoveldes und den dortigen Headmen, Beantragungen und Einholung von Genehmigungen für die Arbeit vor Ort - hauptsächlich bzgl.Projektareal, Aufenthaltsgenehmigungen etc.)
2001 Projektstart in Okanguati - Kaokoveld - Namibia.

Eines der wichtigsten Projektziele, die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für die ansässigen Ovahimba und die Dorfbevölkerung, konnte im selben Jahr realisiert werden.

Personelle Schwierigkeiten, weite Transportwege und die im Kaokoveld fehlende Infrastruktur (kein Strom, kein Telefon, nächste Einkaufsmöglichkeit 120km entfernt) erschweren die Umsetzung der Vereinsziele.

Aufgrund der vom Verein postulierten Langfristigkeit und ständigen Begleitung der im Kaokoveld gestarteten Projekte bleibt der Verein von staatlicher Förderung oder Bezuschussung ausgeschlossen (Forderung der EU bzw.BMWZ: Ein Projekt wird für 4 Jahre - in wenigen Ausnahmen für 8 Jahre gefördert/ danach SIND die Projekte an einen einheimischen Träger/Partner zu übergeben). Da das Schicksal und der Bestand vieler solcher Projekte nach dem Auslaufen der Förderung - jedenfalls in Afrika - dem Verein aus eigener Anschauung bekannt war, wollten wir uns solchen Regelungen nicht unterwerfen bzw. ist bei einer langfristigen Arbeit mit Kindern ( die man nicht nach 8 Jahren einfach einstellen kann ) auch nicht möglich!

2003/2005: Durch Änderung in der personellen Besetzung vor Ort und Straffung der Organisationsstruktur schreitet der Aufbau des Basisgeländes in Okanguati voran (Baumaßnahmen mit gleichzeitiger Unterweisung der einheimischen Helfer, medizin. Grundversorgung = Erste Hilfe, Beratung und Schulung im Gartenbau).

Ab April 2007 Start des OVC-Projektes (=orphans and vulnerable children/Waisen und bedürftige Kinder). Derzeit sind in Zusammenarbeit mit dem namibischen Ministry of Gender and Child Welfare 52 Kinder gelistet, wobei sich das Betreuungsspektrum auf ca. 30 Kinder beschränkt. Das hat auch seine Ursache darin, daß einige Kinder von ihren derzeitigen Betreuern/Vormünder zu Arbeiten ( z.B. Feldarbeit/Hausarbeit etc.) außerhalb Okanguatis "abgeordnet" werden. Dieser vielschichtigen und im Hinblick auf das Wohl der Kinder nicht immer für uns nachzuvollziehenden Problematik können wir uns aber erst nach Bereitstellung einer Alternative = Waisenhaus widmen.

2008/2009 Start des Landwirtschaftsprojektes.

2011 zweite Aufbauphase des Waisenhauses

2. Lokalisation


Republic of Namibia, Kunene-Region, Okanguati, ca. 900km von der Hauptstadt Windhoek entfernt, 70km bis zur angolanischen Grenze.
Kaokoveld: Hauptbevölkerungsanteil: Ovahimba, bis vor einigen Jahren noch in natürlicher Lebensweise, nomadisierende Untergruppe der Herero. Derzeit Übergang zur Seßhaftigkeit mit fatalen Folgen für ihre angestammte Lebensweise (Rinder-,Schaf-u.Ziegenhirten) und die Umwelt. Erklärung: Das Kaokoveld ist ein semiarides Gebiet mit Niederschlägen unter 300mm/Jahr. Hauptsächlich Mopanesavanne und Galeriewälder an den Trockenflüsssen.

Für die Himba stellen ihre Herden erst in allerletzter Linie eine Fleischquelle dar. Die Tiere sind Statussymbol, Ausdruck der Wohlhabenheit und des Familienansehens. Je mehr, desto besser. Wir konnten vor drei Jahren, in einer Periode ausgesprochener Trockenheit und daraus resultierendem Futtermangel für das Vieh die Erfahrung gewinnen, daß sie die Tiere lieber verhungern lassen anstatt eine Herdenreduzierung zum Eigenbedarf oder Verkauf durchzuführen. Die angestammte Lebensweise führte in der Vergangenheit dazu, daß sich die Natur bis zur Wiederkehr der Familien-und Herdenverbände erholen konnte (Grasnarbe, eingeschlagene Bäume als Viehfutter). Durch die Seßhaftigkeit verändert sich das Landschaftsbild dramatisch. Die überdimensionierten Herden, und hier speziell die Ziegen, leisten der Steppen- bzw. Wüstenbildung Vorschub: Bodenerosion, Vernichtung des Baumbestandes, Absinken des Grundwasserspiegels etc. Damit entziehen sich die Ovahimba in relativ kurzer Zeit ihre eigene Lebensgrundlage. In einer Region ohne nennenswerte Landwirtschaft, 90% Arbeitslosigkeit, keinerlei Ausbildungsmöglichkeit für Jugendliche, wo Englisch - die Landessprache- noch immer eine Fremdsprache ist - werden in absehbarer Zeit massive Probleme auftreten.
Wenn unsere Tätigkeit hier, auch in Bezug auf unsere materielle und personelle Situation, nur einen Tropfen auf einen heißen Stein sein kann, so wollen wir doch versuchen, jedenfalls hier in Okanguati, die drohende Katastrophe etwas abzumildern. Und das geht nur - auch wenn die Zeit drängt - im gemeinsamen Zusammenleben, über Beispiele, die sie optisch wahrnehmen können. Denn die Ovahimba leben im Heute und Jetzt, das Morgen", die Zukunft , sind keine relevanten Kriterien für sie und bestimmen auch nicht ihr Handeln. Ein stolzer Eigensinn ist ihnen zu Eigen, was, wenn man sie näher kennt, sehr sympathisch sein kann - der Lösung ihrer Probleme aber auch im Wege steht. Aber: Wir werden neuerdings um Rat gefragt. Nicht nur wegen Wasser, Transporthilfen, Medizin, sondern was sie tun können, um ihre Tiere zu ernähren...

3. Sitz des Vereins:

Wilhelm-Wolff-Str. 3, 13156 Berlin
Registriernummer: 16986 NZ/
Gemeinnützige Körperschaft seit 1996
Auszug aus dem Freistellungsbescheid:
Die Körperschaft fördert folgende gemeinnützige Zwecke:
-Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege
-Förderung der Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe
-Förderung der Entwickungszusammenarbeit.

4.Kontakt:

kaokoland@googlemail.com
Ansprechpartner in Deutschland: Matthias Klug, +49(0)170 -2158974 oder +49(0)208-808081
Ansprechpartner in Namibia: Gisela Horn, +264813155484

5.Bankverbindung:

ACHTUNG, NEUES KONTO:
(siehe unter Spenden!)